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Stricken Spinnen Knipsen Energie

Wolliges Tagebuch – Wooly Diary

Posted by beyenburgerin - Januar 13, 2013

Es geht für mich gesundheitlich auch nach einem Vierteljahr für mich nicht voran. Die vielen Handarbeiten haben den Zusammenbruch lange herausgezögert. Aber Im Oktober war er dann da. Deutsche Schulen sind nicht so gewaltfrei wie sie sein sollten, und PTBS und Burnout zu kurieren braucht sehr viel Zeit und Ruhe.  Außerdem ist jegliche Energie wie weggeblasen. Ich hätte ja jetzt eigentlich viel mehr Zeit als wenn ich arbeiten gehe, bekomme aber dennoch viel weniger gehandarbeitet. Konzentration und Merkfähigkeit sind wie Fremdworte. Ich hoffe, dass ihr ab und an hier mal in den Blog schaut, auch wenn es nicht so viel zu sehen gibt wie sonst.

Ab und an wird dennoch etwas fertig. Z.B. 500 g und 1425 m zweifädig Ombria Farbe 2 vom Wollschaf.  Leider war ein Teil der Wolle nicht so toll, viel zu viele kurze Abschnitte. Deshalb ließ sie sich nicht vernünftig dünn ausspinnen. Ich denke, das wird eine Jacke.

Healthwise there does not seem to be any progress after three months. The lot of knitting and spinning delayed my break down for quite a while, but it hit mie in October. German schools are not as free of violence as they should be, and curing PTSD and burnout needs a lot of time and calmness. Additionally my energy seems to be lost. I have much more time now because I am on sick leave, still I can knit or spin much less. Concentration and retentivity seem like words of an unknown language. I hope that you will still have a peak at my blog from time to time, even if there isn’t as much new stuff to see as you are used to.

Every now and then I can finish a bit, eg 500 grams and 1425 metres Ombria colour 2 from Wollschaf. A part of the wool wasn’t as nice as it should be, many short bits. Therefore  I could not spin it rather thin. I think this will become a jacket. 

Und dann hatte ich noch 160 g Finnsheep Wolle, von Adoptivwolle gefärbt. Das wurden zweifädig 390 Meter.

And I still had 160 grasm of Finnsheep wool, dyed by Adoptivwolle. Thar becaome 390 metres 2-ply.

Ich habe jetzt tatsächlich ein Notebook, und das braucht natürlich eine Tasche.  Also habe ich angefangen, eine aus Teksrana Wolle zu weben, einen Faden im der Kette und zweifädig im Schuss, der Stoff soll anschließend gefilzt werden.

I actually have a notebook now, and of course it needs a bag. So I started to weave one from Teksrana wool, one thread warp and two threads weft, the fabric shall be felted in the end.

16 Antworten to “Wolliges Tagebuch – Wooly Diary”

  1. Deb said

    Sorry to hear of your difficulties. Just take things slowly. take one day at a time…one hour at a time if necessary. I will pray for you,today!

  2. corazon said

    Liebe Brigitte,

    ein Vierteljahr ist für mein Empfinden relativ wenig für deine Erkrankungen. Hab Geduld, tiefgreifende Einschnitte ins Seelenleben brauchen ihre Zeit.

    Ich empfand dich immer noch als erstaunlich produktiv. So viel schaffe ich nicht, obwohl ich mehr Zeit als alles andere habe. Aber so konnte ich etwas von meinem selbstgemachten Druck „etwas schaffen zu müssen“, ablegen.

    Ich werde weiterhin regelmäßig hier vorbei schauen und wenn nur alle paar Wochen etwas Neues zu lesen ist, ist das völlig ok. Du bist jetzt wichtig. Alles andere ist zweitrangig.

    Sei gut zu dir, geniess das schöne sonnige und kalte Wetter. Bewegung und frische Luft tun immer gut.

    Herzliche Grüße
    Petra

  3. Liebe Brigitte,

    kuriere dich gut aus.
    Lerne abzuschalten und nein zu sagen. Tu dir gutes. Nimm jede Hilfe an, die man dir bietet und die du für dich findest und notwendig hältst.
    Erzwinge nichts. Nimm die Krankheit an.
    Selbst kleine Schritte werden dich voran bringen.

    Mir ging es vor einigen Jahren auch so und mit Hilfe Lieber Menschen und wirklichen Freunden( spätestens da trennt sich die Spreu vom Weizen) hab ich es geschafft da wieder rauszukommen. Es war ein schwieriger Weg, der sich gelohnt hat.
    Wenn du mehr wissen möchtest oder einfach nur reden, schreiben melde dich gerne.:-)🙂

    Lieben Gruß
    Diana

  4. Sylvia said

    Ich hoffe es geht Dir bald wieder besser und freue mich schon seit geraumer Zeit über Deine Einträge. Das mit den Deutschen Schulen, kann ich gut nach empfinden und verstehe Dich da völlig.
    Deshalb gute Besserung und alles gute für das neue Jahr!
    Sylvia aus Brandenburg

  5. Birgit said

    Jedes Ding hat seine Zeit ……
    Nimm dir diese Freiheit.

    Alles Gute für dich

  6. Michaela said

    Hallo!
    Deine Stränge sind wunderschön, aber das Gewebte haut mich um – wunderschön! Alle Farben des Regenbogens!
    LG Michaela
    (Mahin aus dem Junghanswolle-Forum)

    P.S.: Burnout braucht Zeit bis man drin ist und das ich nicht mal eben weg. Auch das braucht viel Zeit! Aber gebe dir die Zeit!

  7. edith said

    Liebe Beyenburgerin,

    denke an Dich von weit weg.

    Vermutlich sitzen die Katzen dann wieder auf das so regenbogenbunte gewebte Werkstück. Ich schaue gerne ab und zu in Deinen Blog. Möchte mal eine Weste und ein Tuch von Dir nachstricken. Die gesponnene Wolle gefällt mir sehr gut.
    Alles Liebe

  8. Linda Pfeffer said

    Your weaving is beautiful ! Gut Aussehend ! Schon!

  9. beyenburgerin said

    Danke für Eure vielen lieben Worte, das tut mir wirklich gut.

    Dass es lange dauern wird ist mir klar. Es dauert schon sooo lange, überhaupt erst zur Ruhe zu kommen. Die Gewaltsituation ist schon ein Jahr her, und ich habe keine Hilfe bekommen, erst im November über Umwege. Besser geworden ist es von der langen Wartezeit nicht.
    Demnächst geht es in eine Reha, die sich eigentlich „Erstversorgung nennt“. Mal sehen, ob ich mich dort zum tippen aufraffen kann, für die Zeit ist das Notebook. Da es mir 2012 schon sehr mäßig ging sind noch viele Geschichten zu erzählen und Bilder zu zeigen, die noch nicht den Weg in den Blog gefunden haben.

    LG Brigitte

  10. Alpi said

    So unprodutkiv bist du ja gar nicht. Schöne Garne und der gewobene Farbverlauf, einfach nur ein Traum!
    Lass dir Zeit. Abstand zu allem und dazu gehört auch das Internet, ist der erste Schritt.😉 Um Kraft zu schöpfen braucht es erst die innere Ruhe und die bekommst du hoffentlich in der Reha. Traumatisches will erst nach oben kommen und durchgegangen werden, danach ist man bereit um frische neue Kraft zu schöpfen. Ich wünsch dir die Geduld mit dir selber und viel Kraft.

    Alles Liebe dir
    Alpi

  11. Lynda White said

    I do hope you feel better soon, Spring will be here soon and the warm sunshine and spring flowers will make you smile. Your blog is so interesting, and I always look forward to reading it. With warmest wishes for 2013, Lynda White.

  12. Mary said

    Wunderschöne Wolle und das gewebte Tuch ist ein Traum! Die Laptoptasche wird sicher der Hingucker!
    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute fürs neue Jahr, für die Reha und dass es wieder bergauf geht! Es braucht die Zeit, dies braucht. Und die mußt du dir auch nehmen!

    LG Mary

  13. Renate said

    Liebe Brigitte,
    ich kann nur unterstreichen was hier schon gesagt wurde. Nimm dir Zeit und erzwinge nichts. Wenn du dich daran hältst, kann es ( im besten Sinne ) nur Vorwärts gehen. Meine Gedanken und allerbesten Wünsche begleiten dich!
    Renate

  14. Luzie said

    Liebe Brigitte, deine Wolle ist ein Traum!
    So wie alle deine Handarbeiten usw. Ich denke oft an dich und fühle mit dir!
    Schließe mich vollinhaltlich allen netten Worten meiner „Vorkommentatorinnen“ an!
    Ganz liebe Grüße aus dem tiefverschneiten Waldviertel/NÖ, Luzie

  15. Barbara said

    Liebe Brigitte!
    Corozon/Petra spricht mir aus der Seele😉
    Du hast wunderschöne Garne wieder hergestellt!
    Wegen deiner Krankheit: lass dir alle Zeit der Welt! Nur wenn du diese hast und du sie dir auch nimmst, desto besser wird es dir gehen!
    Und lass dir nichts aufzwingen!
    Notfalls Jobwechsel/Schule! Es bringt nichts in die Arbeit zu gehen, wo man fertig gemacht wird!
    Du schaffst das!!!
    Du bist so eine Lebenslustige Frau die ich immer bewundert habe, für die Werke die du machst!
    Die wunderschönen Bilder die du „einfangen“ kannst mit deinem Fotoapparat (die du auch siehst! Viele Menschen sehen das Schöne oft gar nicht mehr)!
    Und ganz einfach, weil du DU bist! Darum glaube ich an dich!

  16. beyenburgerin said

    Liebe Barbara,

    ich habe gar keine andere Möglichkeit, als mir viel Zeit zu lassen.
    Die Reha, die die Unfallkasse mir aufgezwungen hatte ging voll daneben, ich musste nach 4 Tagen abbrechen, um nicht einen erneuten Nervenzusammenbruch zu bekommen. Falsche Klinik, falsche Indikationen dort und vor allem viel zu früh … aber es war ja ein „Versuch“. Und ich wohl gezwungernermaßen das Versuchskaninchen.
    An meine alte Schule kann ich auf keinen Fall zurück, das ist sicher. Und wwas wird, wenn ich irgendwann wieder arbeitsfähig sein werde, steht in den Sternen. Aber das ist jetzt nicht mein Problem, sondern in ferner Zukunft. Nur so kann ich wieder fit werden.

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