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Telekom Service – kein Anschluss unter dieser Nummer – Tag 4

Posted by beyenburgerin - Dezember 21, 2015

Es wird mir zwar niemand glauben, aber ich schreibe hier trotzdem einmal auf, welche Erlebnisse wir mit dem Service der Telekom haben.

Tag 4, 19.12.2015

Die Telefonleitung ist tot. Kein Telefon. Kein Internet.

Aber ich kann ja jetzt wieder im Internet surfen, mit der 1GB Option, zwar langsam wegen der schlechten Mobilfunkanbindung, aber immerhin surfen. Wenigstens etwas. Ich gehe in den Congstar-Chat und erwicsche dort zufällig Wieder Herrn Dorfmeister. Ach ja, er erinnere sich an die Gutschrift, er führt sie umgehend durch, sie erscheint in meinem Guthaben. Ich frage ihn, ob er weiß, warum die 12,90 Euro für die 1GB Option noch nicht abgebucht wurden, aber das weiß er auch nicht. Das würde wohl noch kommen. Ich wünsche ihm ein frohes Fest und beende den Chat.

Nachmittags logge ich mich noch einmal per Congstar Webstick ins Internet ein. Ich überprüfe das Guthaben, ob nun die 12,90 Euro abgebucht sind. Nein, wieder 2,49 Euro!!! Ich rufe noch einmal den Chat von Congstar auf. Sie befinden sich auf Nummer 12 der Warteschleife. Na das ist ja nicht viel. Minütlich taucht nun irgend eine kurze Meldung auf. Nach acht Minuten kommt die Meldung, dass der Chat nach zehn Minuten automatisch beendet wird, wenn man dann noch keinen Ansprechpartner hat. Neun Minuten, immer noch kein Ansprechpartner…puuuuh…kurz vor knapp meldet sich ein Herr Max Brandt. Nein, mein 1GB sei noch nicht genehmigt. Ich denke wieder an die zwölf Herren in dem Konferenzraum. Ob es die vielleicht doch gibt? Die scheinen aber derzeit auch verdammt viel Arbeit zu haben. Wahrscheinlich müssen auch alle Beschlüsse mit mehrfachem Durchschlag in eine Schreibmaschine getippt und dann an alle möglichen Abteilungen verteilt werden. Ob die wohl eine Rohrpost-Anlage haben, um die Durchschläge an die einzelnen Abteilungen zu verteilen? Oder hat der Steno-schreibende Mitarbeiter meine Nachricht gar nicht weitergegeben? Seltsam alles, seeeehr seltsam. Herr Brandt teilt mir mit, dass die 1GB Option noch gar nicht gestartet wurde. Und wenn ich mich jetzt auslogge, dann solle ich mich über den Congstar webstick erst wieder einloggen, nachdem ich die SMS erhalten habe, dass die Option aktiviert wurde. Ich weise darauf hin, dass es sich bei dem Webstick nicht um ein mechanisches Gerät handele und es doch eigentlich deshalb gar nicht so klemmen könne. Er ist der Ansicht, dass Software nun aber mal sehr schwierig sei. Ach ja, die Telekom Schnittstelle. Auf meine frage, warum das denn so lange dauere und wann ich denn dann wohl die 1GB Option bekommen werde weist er mich darauf hin, dass es Wochenende sei. Woraufhin ich ihn darauf hinweise, dass ich die Option vor 48 Stunden gebucht hatte, damals war Donnerstag. Ich möchte noch wissen, wie es überhaupt passieren kann, dass die Angelegenheit so lange dauert. Wenn man den Webstick sehr lange Zeit nicht benutzt habe, könne das passieren. Seine Antwort liest sich irgendwie so, als ob ich den Webstick das letzte Mal ca. im Jahr 5739 vor Christus verwendet habe und nicht vor vier Monaten.

Immerhin ist er auch bereit, mri die 2,49 Euro erneut gutzuschreiben. Und da ich nicht weiß, wann ich wieder ins Internet komme, muss ich noch schnell alle Online Paketscheine kaufen und ausdrucken, die ich eigentlich am Sonntag fertig machen wollte. Nun heißt es, auf die SMS zu warten, die uns den Zugang zum Rest der Welt wieder eröffnet.

Nachts wache ich nach kurzem Schlaf wieder auf. Ich fühle mich wie auf einem fernen einsamen Planeten im Universum. Kein Kontakt mehr zu Mutter Erde. Abgeschottet vom Rest der Menschheit. Klar, außer Göga, wir sitzen hier gemeinsam auff dem einsamen Planeten. Nur, dass man ab und an auf der Straße ein Auto vorbeifahren hört. Wie haben die Menschen das früher gemacht? Morsen!!! Ob ich wohl vorsichtshalber mal das Morsealphabet lernen sollte? Hm, im Internet kann ich jetzt nicht nachschauen. Schlag nach!!! Ja genau das Buch „Schlag nach!“ Wir Menschen jenseits der 50 kennen dieses Buch noch. Bevor man im Lexikon nachgeschaut hat, hat man erst einmal zu „Schlag nach!“ gegriffen. Ich öffne den Buchdeckel…puuuuh…es begrüßt mich eine Karte von Deutschland in den Grenzen von 1939. So eine Karte habe ich ehrlich gesagt schon länger nicht gesehen. Zugegeben, in meine Diercke Weltaltlas von 1971 ist sie auch noch drin, aber diese Zeiten haben wir doch hinter uns gelassen. „Schlag nach!“ entpuppt sich als 7. Auflage von 1963. Im Stichwortverzeichnis findet man nichts zu „Morsealphabet“. Ich schlage dennoch die Seite mit den Schriften auf. Da gibt es schon kuriose Schriften, aber kein Morsealphabet. Auch das dreibändige Lexikon, ja, so etwas steht noch in unserem Bücherregal, enthält kein Morsealphabet. Aber jetzt weiß ich immerhin, dass es von S.F.B. Morse entwickelt wurde. Es bleibt ja ohnehin fraglich, ob wir von unserem einsamen Planeten im Universum aus zurück zur Erde morsen könnten beziehungsweise ob man uns dann überhaupt wahrnehmen könnte. Ich begebe mich also wieder in mein Bett in einer fernen Galaxie.

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