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Bobbel: Stricken

Posted by beyenburgerin - April 10, 2017

Bobbel sind der neue Wolltrend. So scheint es zumindest. Die Angebote werden immer umfangreicher und auch große Wollfirmen versuchen jetzt mitzumischen. Deshalb möchte ich hier eine kleine Serie rund um Bobbel schreiben.

Bobbel – Wolltrend (Was ist ein Bobbel, welche Qualitäten gibt es, worauf sollte man achten)

Bobbel – Zwirnen (Wie mache ich aus einem gefachten ein gezwirntes Garn)

Bobbel – Stricken (Tipps zu Stricknadeln, Mustern etc.)

Bobbel – Der Erfinder der Bobbel (1985- der „Bobbel“ wird geboren)

Tuch Kite-O-Mania aus 100% Merino „Shenga“ von Wollium

Von einer Häklerin habe ich gehört, dass sie Bobbelgarn gerne gefacht verhäkelt, weil das Gehäkelte dann weicher wird. Ich selber habe keine Erfahrungswerte dazu.

Ich persönlich verstricke Bobbegarn am liebsten, wenn ich es zuvor verzwirnt habe. Dann muss ich nicht immer schauen, ob ich auch alle Fäden erwischt habe. Ich lese zum beispiel gerne, während ich stricke.

Da die meisten aber ohnehin aufs Strickzeug schauen, ist es unerheblich, ob das Bobbelgarn gefacht oder verzwirnt ist.

Wichtig ist allerdings, dass man gute Stricknadeln verwendet, die keine rauen Übergänge zwischen Seil und Nadel oder bei Schraubsystemen auch Löcher mit Graten daran haben.

Ich möchte hier auf meinen Chiaogoo Stricknadeltest verweisen. Dort gibt es einen Vergleich mit anderen Stricknadeln sowie Nahaufnahmen, auf denen man das Problem der   Grate und der Seilübergänge erkennen kann. Bei schlechten Seilübergängen rutscht schnell mal ein Fädchen oder zwei in diesen Übergang. Da macht das Stricken keinen Spaß. Hier mal ein Beispiel aus meinem Test:

Oben Knitpro, unten Chiaogoo. Bei Knitpro erkennt man schon einen Übergang an den Seilen, an dem ein Fädchen hängenblieben kann. Bei Chiaogoo erkennt man das sauber ausgebohrte Loch ohne Grate. Hier noch ein paar Detailfotos.

Außerdem finde ich es hilfreich, mit Stricknadeln mit einer langen Spitze zu stricken wie bei den Chiaogoo Stricknadeln oder anderen Lacenadeln. Dazu finden sich auch Fotos verschiedener Nadeln in dem Test. Addi Lace hatte ich mir vor etwa 10 Jahren gekauft. Die haben sich aber farblich verändert, sowohl die Spitzen, als auch die Seile. Und sind nicht mehr besonders glatt, so dass die Maschen nicht gut über die Nadel rutschen. Aber das muss jeder für sich testen.

Mit meinen Chiaogoos bin ich jedenfalls auch nach zwei Jahren noch total zufrieden. Besonders gefällt es mir, dass ich durch die flachen Spitzen, glatten Nadeln und guten Übergänge schneller stricken kann. Dabei mache ich bei den einzelnen Maschen keine schnelleren Bewegungen, es strickt sich eben alles nur glatter und ohne Unterbrechungen, weil irgendwo wieder etwas hängt oder so. Und das Einstechen läuft mit den speziellen Spitzen auch reibungsloser ab.

Möchte man an ein Kleidungsstück aus Bobbelgarn noch Perlen und Fransen machen, so sollte man bedenken, dass man am Anfang hierfür eine ausreichende Menge Garn erst einmal abwickelt, bevor man anschlägt. Später wird man diese Farbe ja nicht mehr im Knäuel finden.

Bei glatt rechts Gestrick sind Farbübergänge deutlich sichtbarer als bei Mustern wie zum Beispiel kraus rechts oder Lochmustern. Man sollte dshalb in Erwägung ziehen, Bobbel nicht unbedingt glatt rechts zu stricken. Es sei denn, man möchte den Übergang der einzelnen Farbstreifen betonen.

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